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#5: Online-Monitoring in der Praxis

| Zürich
Die wachsende Zahl von Kanälen und Inhalten sorgt bezüglich «Online-Monitoring» für tiefe Stirnfalten bei PR-Profis und Social Media Geeks. Am fünften Social Media Gipfel stellten zwei Praktiker ihre gegensätzlichen Lösungen vor.
Dominik Allemann
#smgzh

Das Zuhören steht im Zentrum jeder Online-Dialogstrategie. Nur wer weiss, welche Inhalte von wem und wann publiziert werden, kann rechtzeitig Trends (oder gar Krisen) erkennen, Massnahmen definieren und allenfalls in den Dialog treten.

Wir erkennen im Agentur-Alltag drei Fraktionen im Umgang mit dem Thema:

  1. «Wir müssten was tun, wissen aber nicht wie.»
  2. «Ich habe für meine Keywords eigene Suchroutinen eingerichtet.»
  3. «Wir arbeiten mit einem spezialisierten Anbieter.»

Am Social Media Gipfel waren alle drei Fraktionen anwesend. Markus Maurer aka Kusito (von Ypsomed, 2. Fraktion) und Oriana Chiandusso von Postfinance (3. Fraktion) demonstrierten ihre Lösungen. Im Publikum sassen wohl auch einige von der 1. Fraktion.

Drittanbieter: umfassend, servicestark, kostenpflichtig
Postfinance hat als Strategie definiert, sich zuerst  im «Zuhören» zu üben – bevor man sich dialogisch engagieren will. Oriana arbeitet mit MBuzz von Meltwater. Das tägliche Alert-Mail liefert ihr einen Überblick über die Präsenz – sie kann die Daten via viele Funktionen verwerten, verteilen und für das monatliche Reporting aufarbeiten. Die Basislizenz kostet jährlich rund 10000 Euro und ergibt einen wöchentlichen Arbeitsaufwand von 10 bis 20 Stellenprozenten – Setup und Entwicklung rund 20 Prozent (Präsi von Oriana am Schluss des Beitrags oder hier).

Manuell: flexibel, einfach, bedingt zuverlässig
Mit zwei einfachen, webbasierten Tools überblickt Markus Maurer die Online-Welt: Für alle seine Keywords hat er Google alerts eingerichtet. Und erhält nach Wahl täglich, wöchentlich oder sofort alle Erscheinungen dazu. Markus hat beste Erfahrungen bezüglich Zuverlässigkeit und Tempo gemacht und lobt die Flexibilität und Bedienbarkeit. Ergänzend nutzt er für Facebook, Twitter und Co. das «Social Media Dashboard» HootSuite. (Präsi von Markus).

Online-Monitoring ist ein Muss
Ob mit pragmatischem oder hochprofessionell systematischem Ansatz: Die Angebote werden sich in den kommenden Monaten rasant weiter entwickeln (was auch bei der Wortmeldung von bluereport-Mann Denis Nordmann zum Ausdruck kam). Es gilt auch hier: dran bleiben, ausprobieren, umsetzen.

Der nächste Social Media Gipfel findet am 3. November statt – gleiche Zeit, gleicher Ort. Auf der smgz-Website kann man sich für die Einladung vormerken lassen und Twitter-Kontakt mit @smgzhschadet auch nicht.

Mehr zum Thema Online-Monitoring auch im Buch «Social Media in der Medienarbeit». Erscheint Ende September. Via unsere Buch-Website ab sofort vorbestellbar. Darauf auch ein Auszug zum Thema als kostenloses PDF.

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