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#47: Issue Management

| Zürich
Beobachten, kontrollieren und schnell reagieren – drei Faktoren für ein erfolgreiches Issue Management. Am 47. Social Media Gipfel gaben zwei Experten Einblick in die Praxis: Simon Zogg, Leiter Kommunikationskanäle auf der Hochschulkommunikation der ETH Zürich und Deborah Murith, Corporate Relations Managerin bei McDonald’s Schweiz.
Perrine Bischof
#smgzh

Simon Zogg erklärte, wieso Issue Management an der ETH Zürich wichtig ist: Die Hochschule befasst sich mit heiklen Themen, wie zum Beispiel Tierversuche, Gentechnik oder Klimawandel. Die treue und starke Community der Hochschule, sowie die Fülle an starken Themen helfen, das Risiko für Krisen zu vermindern.
Die Herausforderung liegt nebst der grossen Themenbreite vor allem darin, die eigene Community nicht zu verärgern. Wichtig ist es deshalb, mit geeigneten Tools die Issues früh zu erkennen und dank guter interner Vernetzung schnell zu reagieren.

Deborah Murith zeigte, wie McDonald's Issue Management als Chance nutzt, ein Thema positiv zu besetzen. Das Issue Management ist beim Unternehmen strategisch, international vernetzt und langfristig aufgesetzt. Die Herausforderung ist das Analysieren der eigenen Reputation: Noch immer besteht bei McDonald's ein Gap zwischen Markenwahrnehmung und effektiver Qualität der Produkte. Im Zentrum steht ein Glaubwürdigkeits-Issue, welchem aktiv mit positiven Botschaften begegnet wird.

Drei Learnings für das Issue Management in Unternehmen und Organisationen

Aus den Referaten der beiden Experten nehmen wir drei Learnings mit für die Kommunikation:

  • Frühzeitiges Erkennen: Wichtig ist es, die Risiken und auch die Chancen führzeitig zu erkennen und zu darauf zu reagieren. Damit man kein Thema verpasst, sind geeignete Monitoring-Tools sowie schnelle interne Kommunikationswege wichtig.
  • Analysieren der Reputation: Die Geschichte eines Unternehmens spielt eine wichtige Rolle bei der Zielgruppenwahrnehmung. Deshalb müssen Unternehmen ihre Reputation analysieren, Schwachpunkte erkennen und sich so glaubwürdig positionieren.
  • Community nutzen: Die eigene Community hilft, den Online-Dialog positiv zu führen. Aber Achtung: Die eigene Community kann zur stärksten Kritikerin werden, wenn man sie verärgert.

Fazit: Issues werden heute sehr schnell via Socal Media verbreitet. Damit die Glaubwürdigkeit eines Unternehmens oder einer Organisation bestehen bleibt, müssen Themen aktiv beobachtet und gesetzt werden. So können wir im Notfall schnell reagieren.

Sponsor: Ein spezieller Dank für das Sponsoring von Raummiete, Kaffee, Gipfeli und Technik geht an Sulzer. Ohne die Sponsoren wäre die Durchführung des #smgzh nicht möglich. Herzlichen Dank!

SMGZH #47 - Issue Management