#3: Das WEF und Social Media

#3: Das WEF und Social Media

Allwinterlich treffen sich in Davos die (Wirtschafts-) Führer unserer Welt zum Dialog. Aber das vielkritisierte WEF hat sich geöffnet: via Social Media.

Die dritte Ausführung unseres Social Media Gipfels eröffnete Matthias Lüfkens, Social Media Spezialist des WEF. Die Öffnung des Forums im Internet hat Erfolg. Das zeigt sich in den Zahlen: Mehr als 1,5 Millionen Twitter-Follower,  3,8 Millionen Videoabrufe auf YouTube, rund 8400 Fans bei Facebook und ein gut gepflegter Flickr-Stream. Letzterer sorgte gemäss Lüfkens auch dafür, dass man im Web die vielen Negativbilder mit der eigenen, positiveren Sichtweise «ergänzen» konnte.

Twittern lässt sich nicht delegieren
Eines ist für Lüfkens klar: Twittern ist Chefsache. Und auch wenn sein eigener Chef Klaus Schwab sich mit der 140-Zeichenlänge schwer tut, sagt er klar: Das «Humbled» von Obama bezüglich seines Nobelpreises bekäme erst via die Tastatur des Direktbetroffenen Seele – und nicht in der Küche seines Web-/PR-Teams. Das WEF-Gezwitscher ist recht intensiv. Der Stream gehört zu den weltweit hundert Grössten. Und die Liste der «Tweeps» die am WEF live dabei waren, ist ganz beachtlich.

Härtetest Krisenkommunikation
Mit den Social Medias öffnet sich das WEF. Und obwohl man in den letzten Jahren das Gefühl hatte, die Kontroverse koche nicht mehr so heiss,  profitiert der Gipfel sicher davon. Die Plattformen werden oft gepflegt, die Dichte an Bildern, Videos und Kommentaren ist – auch im Vergleich mit Präsenzen anderer Organisationen – erstaunlich hoch. Gemäss Lüfkens ist die Zahl destruktiver oder verletzender Kritik überschaubar – nur sehr punktuell müssen Kommentare gelöscht werden. Mit Ausnahme von YouTube. Dort sei der Ton zuweilen schon harsch.

In Zukunft wird vor allem der Krisenfall zeigen, wie sich die Organisation in den Social Medias profilieren kann. Das gilt nicht nur für das WEF.

SMGZH 3