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#2: Social Media helfen Libyen-Geiseln

| Zürich
Facebook und Twitter bringen inhaltleeres Gequatsche mit zero Alltagsnutzen. Dem widersprechen Amnesty International und die Schweizer Libyen-Geiseln. Sie kämpfen mit «Kerzen nach Libyen» für die Freilassung. Mit grossem Echo.
Dominik Allemann
#smgzh

Diesen Praxisfall stellte AI-Mediensprecher Daniel Graf am zweiten Social Media Gipfel vor. Der Erfolg der Kampagne ist beeindruckend:

  • In nur zwei Wochen wurden 10000 virtuelle Solidaritätskerzen via die Kampagnensite (Konzeption, Produktion, GoingLive in 4 Tagen) angezündet.
  • Die Facebook-Seite zählt heute 6000 Fans (4000 D-CH/2000 W-CH). Tendenz steigend.
  • Es wurden über 50’000 Printpostkarten bestellt. Diese konnten mit persönlichen Nachrichten und per Briefpost an die Geiseln in der Schweizer Botschaft in Tripolis versendet werden.

Hier drei der wichtigsten Erkenntnisse, die wir zusammen mit Amnesty International daraus mitnehmen:

1. Online-Medien sind matchentscheidend
20Minuten hat mitgespielt und die Aktion mit grossen Aufmachern, Bildstrecken und einem (Gratis-)Button begleitet. Die Webstatistik von AI waren deutlich: 75% der Zugriffe kamen von 20min.ch.

2. Kampagne als Newsbrücke in die «alten Medien»
Über die Aktion wurde breit berichtet – bis hin zum Newsbeitrag in der SF-Tagesschau. Die Kommunikation über die Art der Kampagne und die grosse Solidarität im Volk hat wie ein «News-Generator» gewirkt.

3. Ressourcen, Ressourcen, Ressourcen
Eine Kampagne ist – mit einer guten Idee im Kopf – schnell angeschoben. Wer aber bewältigt die Folge-Arbeit? Wer pflegt den Dialog? Wer verschickt die Postkarten? «Dialog kennt keine Bürozeiten» weiss darum das AI-Team heute.

Anmesty International Schweiz nimmt eine geballte Ladung an Praxiswissen für die künftige Kampagnenarbeit mit. Und das Bewusstsein, dass diese Social Media Aktivitäten in die Gesamtkommunikation eingepasst werden müssen. 

Social Media Gipfel