Image

#11: Social Recruiting bedingt Offenheit

| Zürich
Wer Kandidaten direkt anspricht und das persönliche Netzwerk der eigenen Mitarbeitenden nutzt, findet schneller die richtigen Kandidaten. Diese Erfahrung mit Social Recruiting macht KPMG. Alex Senn hat am Social Media Gipfel darüber berichtet.
Michael Walther
#smgzh

Wollen Arbeitgeber bessere Bewerbungen erhalten, brauchen sie Mut zur Blösse. Das hat Michel Ganouchi von Monster Schweiz am 11. Social Media Gipfel in seinem Referat gezeigt. (Blogpost) Je persönlicher sich ein Unternehmen zeigt, desto attraktiver wird es für Social-Web-affine Bewerber. Diese Erfahrung hat Alexander Senn gemacht, Head HR Marketing & Recruiting bei KPMG Schweiz.

Offenheit bringt Aufmerksamkeit
Auf der Plattform Kununu, wo Arbeitnehmer ihre Arbeitgeber bewerten können, ist KPMG deshalb sehr aktiv. Kritik gehöre dazu, sagt Senn, «Wir nehmen konsequent Stellung, und im schlimmsten Fall berichtige ich». Meistens sei die Kritik jedoch konstruktiv.

KPMG wird für seine Offenheit mit Aufmerksamkeit belohnt: Das Unternehmen ist auf Kununu laut Senn hinter den SBB das am zweitbesten besuchte Unternehmen. Mehr Web-Traffic hat KPMG dank Social Media auch auf der eigenen Career-Website. Die Besucherzahlen verdreifachten sich und auch die Anzahl der Bewerbungen wuchs.

Die eigenen Leute sind die besten Recruiter
Noch mehr Potential für die Zukunft sieht Senn vor allem im persönlichen Netzwerk der eigenen Mitarbeiter. Nach nur einem Jahr Präsenz auf Xing gehen über diesen Kanal bei KPMG bereits 3 Prozent der Bewerbungen ein. Senn ist überzeugt, Xing noch besser nutzen zu können, und via Mund-zu-Mund bzw. Profil-zu-Profil-Propaganda die richtigen Leute zu finden.

Ob es denn auch Ängste gegeben habe bei der Geschäftsleitung, fragt ein VIP-Vertreter im Publikum. «Das kann ich nicht so genau sagen, denn ich habe gar nie wirklich danach gefragt», antwortet Senn und erntet verblüffte Lacher. «Nein, das meine ich ernst. Ich habe oft einfach mal ausprobiert – und ihnen dann gezeigt, dass es funktioniert.»

Denn Social Media lebt von der Unmittelbarkeit. Auch und und gerade bei der Suche nach Menschen, mit denen man in Zukunft gut zusammenarbeiten will.

SMGZH 11 - Bessere Bewerbungen via Facebook?